Willlkommen auf Gut Adelhorn

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Die Geschichte des Gut Adelhorn

Das Gut Adelhorn kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Es ist eins der ältesten Höfe im Ort wie auch im Landkreis.
Ursprünglich gehörte der Hof zum Kloster Corvey und dann zum Bistum in Osnabrück. Hierzu gibt es aber keine Zeitangabe. Erstmals ist der Hof urkundlich im Jahre 1265 erwähnt worden. In diesem Jahr erhielt Probst Konrad von Wildeshausen vom Alexanderstift in Wildeshausen den Zehnten des Hofes Adelhorn. Im Jahre 1266 geht das Eigentum des Zehnten des Hofes Adelhorn vom Bistum in Osnabrück an das Stift in Wildeshausen über. Der Hof wird im Jahre 1348 vom Graf Christian von Delmenhorst an den Vogt in Wildeshausen verpfändet. 1354 verkauft Graf Christian von Delmenhorst den Hof an Johann und Gerhard von Hoya und Bruchhausen. Der Hof des Hinrich Adelhorn (Voll- und Reitmeier) wird 1581 vom Amt Ehrenburg an das Amt Freudenberg versetzt. Erst 1681 kam der Hof durch Gebietsreform vom Amt Ehrenburg zum Amt Diepholz, dem auch die auch die übrigen Höfe in Drentwede verpflichtet waren.

Der Hof Adelhorn war, wie viele andere Höfe im Mittelalter, ein Tausch- und Handelsobjekt der jeweiligen Grundherren. Zunächst waren es kirchliche Institutionen und Einzelpersonen, im ausgehenden Mittelalter gehen die Besitzungen auf weltliche Eigentümer über, hier an den Grafen von Hoya. Aus einem Flickenteppich von Einzelbesitzungen wird schließlich eine arrondierte Territorialherrschaft.
Letzter männlicher Besitzer Adelhorns war Daniel Adelhorn, dessen Tochter um etwa 1815 den Hauptmann Gideon Wilhelm Pape heiratete.
Bei der Markenteilung um 1860 wurde der Hof laut Rezeß um 48 ha Anteil aus der Gemeinheit vergrößert.

Der Hof Adelhorn ging 1912 in den Besitz des Bankiers Schröder aus Bremen über, der ihn im Frühjahr 1913 durch das Vermessungsbüro Grimm, Hannover parzellieren ließ. Da der geplante Verkauf von Teilstücken nicht den gewünschten Erfolg hatte, übergab der Bankier den Hof an seinen Bruder Heinrich, einen ehemaligen Lehrer aus Bremen. Am 3.12.1913 brannten die Gebäude ab. Schröder ließ die Wirtschaftsgebäude und das Wohnhaus des Verwalters neu bauen. Das vorgesehene Herrenhaus ist auch später nicht mehr gebaut worden.
Im „Landwirtschaftlichen Adressbuch der Rittergüter und größeren Höfe der Provinz Hannover“ von 1922 ist „Gut Adelhorn“ in Drentwede wie folgt beschrieben:
Vieh: 15 Pferde, 12 Kühe und 30 Sauen
Bei den Pferden ist noch zu erwähnen, dass es sich hier um Zuchtpferde handelte. Es wurden vorwiegend Polopferde gezüchtet.

Nach dem Zusammenbruch der Schröder Bank in Bremen ging der Hof 1937 an die Reichsumsiedlungsgesellschaft m.b.H.,Berlin. Dann kaufte Georg Tanke den Hof, der infolge der Übergabe seines Hofes in der Lüneburger Heide an die Wehrmacht nach Adelhorn umgesiedelt wurde.
Auch der zweite Weltkrieg ging nicht spurlos am Hof vorbei. Am 21.3.1945 brannten infolge des Bombenkriegs Stallungen und eine Scheune. Diese Gebäude wurden erst nach drei Jahren wieder aufgebaut.

Heinz und Ilse Kleine, geborene Tanke bewirtschafteten den Hof ab 1947. Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wird der Betrieb durch die Familie Schwichtenberg bewirtschaftet.